Diffuser Haarausfall – oftmals bei Frauen, wie wird er behandelt?
Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn die ganze Kopfpartie betroffen ist und am Tag mehr als hundert Haare ausfallen.
Dabei ist die Haarzwiebel zwar intakt, sie bekommt aber über den Blutweg zu wenige Nährstoffe wie beispielsweise Aminosäuren oder B-Vitamine. Die Konsequenzen sind, dass die Haarzwiebel ihre Tätigkeit einstellen wird, die Lebensdauer des Haares sich enorm verkürzt, das Haar ausfällt und insgesamt ein verstärkter Haarverlust die Folge ist. Frauen sind davon öfter betroffen als Männer.
Vor der Diagnose muss die Vorgeschichte der Alopezie ermittelt werden. Liegt der Beginn des Haarverlustes weniger als sechs Monate zurück, kann der Auslöser ein grippaler Infekt, eine Operation unter Vollnarkose, eine Extrem-Diät oder die Geburt eines Kindes gewesen sein. In diesen Fällen ist die Ursache schnell wieder behoben. Dauert der Haarausfall bereits länger als sechs Monate an, handelt es sich um medizinische Ursachen wie einen Eisenmangel, Störungen der Schilddrüse, negative Medikamentenauswirkung oder aber um eine Veranlagung der Frau zu Haarausfall. Auch Kombinationen sind möglich. Ist keine Ursache festzustellen, spricht die Fachwelt vom sogenannten „idiopathischen chronischen Telogeneffluvium der Frau“ oder kurz CTE.
Dabei sollte kurz angemerkt werden, dass dieser Störung eher ein Haarwechsel denn ein Haarverlust zugrunde liegt. Noch ist wissenschaftlich nicht genau abgeklärt, wie es zu diesem chronischen Telogeneffluvium kommt. Weitere Untersuchungen stehen an.
Zur Behandlung kann ein im Handel verfügbares Präparat, zum Beispiel Pantovigar, verwendet werden.
