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Haarausfall bei Kindern November 15, 2013 d.rose

Haarausfall bei Kindern

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Auch bei Kindern gibt es Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall. Zunächst einmal muss aber unbedingt eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Auch Alter der Kinder, Dauer und Ausprägungen des Haarausfalls spielen wichtige Rollen für Entscheidungsprozesse zur Vorgehensweise.

Bei bewusstem oder unbewusstem Ausreißen der Haare (Trichotillomanie) sind zum Beispiel psychische Ursachen wahrscheinlich und therapeutische Gespräche wären daher eine sinnvolle Maßnahme.

Bei Auftreten des kreisrunden Haarausfalls sollte zunächst untersucht werden ob Entzündungsherde am Körper bestehen. Sie sind zwar nicht unbedingt Ursache, aber können als Mitauslöser zur Krankheit beitragen. Beispiele hierfür sind Mandelinfektionen oder auch Infektionen der Nasennebenhöhlen. Diese sollten unbedingt behandelt werden, auch wenn dies nicht zwangsläufig dazu führt, dass der Haarausfall zurückgeht.
Auch die Behandlung mit kortisonhaltigen Cremes oder Lösungen kommt in Frage.
Nach Abklingen der Akutphase kann auch eine Reiztherapie mit dem Wirkstoff Dithranol in Betracht gezogen werden. Dithranol ist vor allem als Mittel gegen die Schuppenflechte bekannt.

Bei Kindern über zwölf Jahre ist die topische Immuntherapie eine weitere Behandlungsoption. Diese Therapieform ist aufgrund einiger Nebenwirkungen jedoch umstritten. Die Zustimmung einer örtlichen Ethikkommission sowie der Eltern ist erforderlich.

Bei Erkrankungen die auf Ernährungsdefizite zurückzuführen sind, macht eine drei bis sechsmonatige Gabe von Zink- und/oder Eisenpräparaten Sinn. Eine Umstellung der Essgewohnheiten sollte unbedingt erfolgen.

In besonders schweren Fällen des Haarausfalls kommt auch die Haarverpflanzung in Frage. Diese Behandlung wird nur eingesetzt, wenn der Neuwachstum von Haaren ausgeschlossen ist.

Aber auch psychische Unterstützung ist wichtig. Die Eltern sollten den Kindern in dieser Situation Mut machen. Ihre eigene, mögliche Schuld darf auf keinen Fall auf das Kind übertragen werden, aber die Eltern sollten sich intensiv mit ihren Schuldgefühlen auseinandersetzen.
Das Kind muss gehört werden, zuhören steht an erster Stelle und Sensibilität gegenüber dem Problem.
Im Grunde ist das sowieso eine Selbstverständlichkeit, aber in dieser außergewöhnlichen Lage braucht das Kind noch mehr Zuspruch von Seiten der Eltern. Brauchen Eltern und Kind in dieser schwierigen Situation gibt es Hilfestellung zum Beispiel bei Gruppen wie: Alopecia areata Deutschland e.V.. Verschiedene Foren im Internet beratschlagen online zum Thema. Manche Tipps sind sicher gut, doch sollte man sich nicht an diese Ratschläge allein halten.

 

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