Kreisrunder Haarausfall – wie behandelt man ihn?

Alopecia areata oder auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist ein runder, lokal begrenzter und krankhafter Haarausfall, welcher bereits von Hippokrates erwähnt wird.

Er beobachtete fleckenmäßig auftretenden Fellausfall bei Füchsen. Alopecia areata tritt am häufigsten auf, Menschen, insbesondere Männer, jeden Alters, können betroffen sein. Hauptsächlich betroffen ist das zweite und das dritte Lebensjahrzehnt.

In der Regel treten am Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen auf. Oft mit dem kreisrunden Haarausfall einhergehend sind auch Veränderungen an den Fingernägeln.

Warum kreisrunder Haarausfall entsteht, ist noch nicht geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass sich Immunzellen, die eigentlich für die Abwehr von Pilzen, Bakterien oder Viren zuständig sind, plötzlich ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln einsetzen. Das nennt man eine Störung des Immunsystems, eine Autoimmunreaktion. Nun werden die Haare plötzlich vom Immunsystem als fremd erkannt und ergo abgestoßen. Meist wachsen die kahlen Stellen ganz von selbst wieder zu, in schweren Fällen kann es aber zum Totalverlust der Haare kommen.

Das Alopecia areata durch eine psychische Störung oder Stress ausgelöst wird, kann nicht belegt werden. Be© 2008 Robert Babiak jun. / pixelio.de handelt werden kann der kreisrunde Haarausfall mit einer topischen Immuntherapie, mit der Chemikalie Diphennylclycopropenon (DCP). Das DCP ist nicht riskant, doch die Therapie kostet Zeit und Geduld. Behandlungserfolge von bis zu 60% sprechen für die Methode. Weiters kann eine PUVA-Therapie helfen. Hier wird mit ultravioletten Strahlen und einem bestimmten Medikament die Therapie gestartet. Allerdings sind Skeptiker zu Recht dagegen, denn die Therapie dauert extrem lange und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken ist sehr hoch.
Zurzeit wird an Mitteln geforscht, die den kreisrunden Haarausfall gezielt heilen können.



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