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Kunsthaar oder Eigenhaartransplantation November 15, 2013 d.rose

Kunsthaar oder Eigenhaartransplantation

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Theoretisch gibt es drei verschiedene Möglichkeiten wenn Haar transplantiert werden soll: Eigenhaar, Fremdhaar oder Kunsthaar.

Die wirksamste Methode ist es, eigenes Haar zu entnehmen. Es sieht am natürlichsten aus und die Wahrscheinlichkeit ist am größten, dass der Körper nicht mit Abstoß reagiert. Das Prinzip ist klar: An Stellen mit üppigerem Haarwuchs werden Haare entnommen und an kahleren Stellen implantiert. Meist wird Haar vom Hinterkopf auf den Vorderkopf versetzt. In seltenen Fällen ist es auch möglich Haare von anderen Körperstellen zu entnehmen, bei Männern zum Beispiel aus dem Brustbereich . Aber auch Haare aus Bein- Rücken, Achsel oder sogar Bartbereich können verwendet werden.

Ist nicht mehr genügend Eigenhaar vorhanden, dann kann auch auf Kunsthaar zurückgegriffen werden (Haarimplantation). Ein Vorteil ist, dass man nicht auf das Nachwachsen des Haares wachsen muss. Der Effekt von vollem Haar ist sofort da.
Nachteil ist aber, dass das Haar nicht mehr wächst. Der Patient muss sich also vor dem Eingriff genau entscheiden was für eine Frisur er in Zukunft tragen möchte. Die Farbe kann dem Eigenhaar genau angepasst werden, in dem sie extra dementsprechend gemischt wird.
Zudem ist die Lebenserwartung (wie beim echten Haar auch) begrenzt, nur das hier kein Nachwachsen möglich ist. Durch eine begrenzte Haltbarkeit und dadurch nötige Wiederholungen kann die Methodik sehr ins Geld gehen. Pro Jahr fallen durch die Regeneration der Kopfhaut etwa 10-20% der neuen Haare aus.
Ein weiteres Risiko ist, dass der Körper das neue Haar als Fremdkörper erkennt und abstößt.
Daher wird die Methode kaum noch verwendet. Ihren Ursprung hat sie in Japan, wo Transplantationen mit Haaren aus Nylon gemacht wurden. Später wurden verschieden Bio-Haare entwickelt, die aus biologischen aber künstlichen Stoffen bestehen.

Theoretisch gibt es auch die Möglichkeit einen Spender zu finden und dann Fremdhaar zu implantieren. In der Praxis wird auf diese Methode allerdings verzichtet, denn um die Abstoßung zu verhindern wäre eine lebenslange Medikamenteneinnahme erforderlich.

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